Mission Possible:
Fliegl-Team macht havarierten Schwertransport flott
Donnerstag, 4. Dezember 2008. 8:45 Uhr. Bei Fliegl geht der Anruf einer Abschleppfirma ein: Am Hermsdorfer Kreuz blockiert ein liegen gebliebener Schwertransport die Überfahrt von der A4 zur A9 Richtung Berlin. Der Abschleppdienst bittet Fliegl um Hilfe – denn der Tieflader ist in der Mitte auseinander gebrochen!
René Fuchs, Leiter der Fliegl-Reparaturhalle handelt sofort und stellt sein Team für diesen nicht alltäglichen Einsatz zusammen: Sven Dufft und Steve Schumann, beide aus dem Vorrichtungsbau, Frank Örtel (Reparaturhalle), die freien Mitarbeiter Danny Heyde und Yves Kaden und Steffen Klotz vom Bauunternehmen Diersch, das sich spontan bereit erklärt, die benötigte Werkstattausrüstung zur Autobahn zu transportieren.
Bereits am späten Mittwochabend war der Schwertransport, der einen Bohrkopf nach Hamburg transportieren sollte, am Autobahnkreuz Hermsdorf zusammengebrochen. Zunächst hatte man versucht, das Fahrzeug mit einem Kran zu bergen, jedoch scheiterte das an der Neigung der Fahrbahn und so wurde Fliegl hinzugezogen.

Als die Fliegl-Mitarbeiter an der Unfallstelle eintreffen, ist die Autobahn bereits seit Stunden gesperrt, der Verkehr wird von der Polizei umgeleitet. Die Zeit drängt, der Auflieger muss schnellstmöglich von der Straße. René Fuchs und seine Mannschaft entschließen sich, die Bruchstelle zu schweißen. Das Problem: Die untere Schweißnaht liegt auf der Fahrbahn auf und ist nicht zugänglich. Durch die hohen Temperaturen, die beim Schweißen herrschen, könnten außerdem Schäden an der Asphaltdecke entstehen. Trotzdem gelingt es dem Fliegl-Team, den Trailer provisorisch zusammenzuschweißen, um ihn anschließend bis zum nächsten Parkplatz zu ziehen.
Am späten Nachmittag steht der Schwertransport, doch beim Ankuppeln an die Zugmaschine bricht er unter seinem hohen Gewicht und durch die enorme Hebelwirkung wieder zusammen. Zum Glück hatte der Bergungstrupp aus Triptis nach dem Anheben des Transporters Hölzer untergelegt, auf denen das Fahrzeug nun liegt. Dadurch kann jetzt auch die untere Schweißnaht erneuert und der Auflieger stabilisiert werden.

Freitagmorgen. Es ist geschafft: Nach einer weiteren schweißtreibenden Nacht verlässt der Schwertransport langsam und vorsichtig den Bereich des Autobahnkreuzes und kann vom Standstreifen der A9 aus durch einen schweren Autokran auf ein Ersatzfahrzeug verladen werden. Hinter den Männern von Fliegl liegen 24 Stunden harter und komplizierter Arbeit. Sie haben die außergewöhnliche Herausforderung angenommen und gemeistert. Trotz langjähriger Erfahrung war es ein besonders kniffliger Fall für das Fliegl-Team, eine Reparatur, wie sie nicht alle Tage vorkommt.
Über die Ursache der Havarie kann indes nur spekuliert werden, da der auseinander gebrochene Trailer kein Fliegl-Trailer war…
















